Komponist Wolfgang Eisele:

 

„Ich lasse mich vom Gefühl, der Tagesform und von meinem Allgemeinzustand inspirieren und leiten. Es gibt für mich zunächst keine Regeln, Formen oder Grenzen, rein der Gedanke und das Gefühl bestimmen den Ablauf. Es sind Beschreibungen, Gefühle, Emotionen und Visionen – eben Affekte -, die den kreativen Prozess bestimmen.

In der klassischen Saxophonquartettbesetzung ist es nur möglich maximal 4 Töne gleichzeitig zu spielen. Diese Tatsache war und ist eine Herausforderung. Meine Idee war es das Quartett wie eine Band zu betrachten.

Das Baritonsaxophon hat unterschiedliche Aufgaben, häufig aber spielt es eine Kombination zwischen kombiniertem Drumset und Bass. Es bietet also die rhythmische und harmonische Grundlage meiner Musik. Das Tenor- und 2. Altsaxophon setze ich sehr variabel ein, meist legen sie einen harmonischen und melodischen Teppich, gepaart mit sehr rhythmischen und grooveorientierten Elementen. Man könnte dieses Zusammenspiel am besten mit einer Mischung aus Keyboard und Gitarre beschreiben. Da die Möglichkeiten durch die maximal 4 Einzelstimmen doch begrenzt sind, wurde ich in meinem Schaffen immer einfallsreicher. 

Stilistisch gab und gibt es für mich keine Barrieren. So entstanden Kompositionen, die aus aller Herren Länder stammen könnten. Rhythmisch und harmonisch beeinflusst durch die afrikanische, südamerikanische, spanische, und auch fernöstliche Musik, entstanden so an die 180 Kompositionen, die man zusammengefasst als Weltmusik bezeichnen könnte. So findet man eine Vielzahl an unterschiedlichen Stilrichtungen in ihnen:

Soul, Funk, R&B, Blues, Swing Jazz, Tango, Cha Cha Cha, Klassik, Kammermusik, Zigeunermusik, Flamenco, Be Bop, Fusion, Animal Pop, Hard Rock, Latin Rock, Salsa, Reggae, Folk, New Wave. Die Komposition sind sehr grooveorientiert, und somit für den Zuhörer leicht zu konsumieren, auch für ungeübte Hörer. Wenn Sie sich darauf einlassen, nehmen Sie quasi eine ganze Band wahr und vergessen zuweilen, dass Sie gerade ein Saxophonquartett hören“.

 

Zur Geschichte des Saxofons

„Das uns vorgespielte Instrument hat eine tiefe, vornehme und weiche Stimme. Sein Klang kann besser modifiziert werden als bei anderen Instrumenten. Von seiner Tiefe, welche erklingt mit der feierlichen, gewaltigen Qualität einer Orgel, bis zum Bereich der menschlichen Stimme vereint das Saxophon alle Schattierungen des Klanges. Dieses schöne und kuriose Instrument ist sozusagen eine ausgewählte Schöpfung der reinsten und  lieblichsten Effekte eines klingenden Körpers.“

Zeitungszitat „Ruvue et Gazette Musicale“ vom 10.09.1843.

Selbst über 170 Jahre später ist dieses Zitat unglaublich aktuell. Es charakterisiert das Saxofon als das modernste Blasinstrument überhaupt.

„Ziel war es, ein Instrument zu schaffen, das im Charakter seiner Stimme den Streichinstrumenten nahe kommt, aber mehr Kraft und Intensität besitzt als diese.“

Auszug aus dem Patenttext/Pat.No.3226v.22.6/ von Adolphe Sax vom 21.03.1846

Diesen Klangpluralismus nutzt Carlas Saxaffair und entwickelte sich damit zu einem der kraftvollsten und ausdrucksstärksten Saxofonquartette.

„Man kann sich nicht vorstellen die Schönheit des Klanges und die Qualität der Töne(…)“

Zeitungszitat „Revue et Gazette Musicale“ 10.09.1843

 

 

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